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Outdoorstoff Meterware

Outdoorstoff als Meterware – beschichtete Gewebe, die Regen, Sonne und Frost aushalten, ohne dass Sie sie im Herbst einlagern müssen. Zugeschnitten auf den laufenden Meter, in Breiten von 150 bis 160 cm.

Welcher Outdoorstoff für welches Vorhaben?

VorhabenPassender StoffWarum
Gartenkissen, SitzauflagenOxford Stoff, 190 g/m²leicht und weich genug zum Sitzen, trotzdem wasserdicht
Sonnenschirm, SonnensegelMarkisenstoff, 260 bis 280 g/m²bleibt unter Spannung ruhig und flattert nicht
Liegestuhl bespannenLiegestuhlstoff, 235 g/m²gestreift, trägt Gewicht, saugt sich nicht voll
Abdeckungen, Planen, TaschenPlanenstoff, 356 g/m²steif genug, dass eine Hülle ihre Form hält
Hussen, Boots- und Fahrzeugplanenleichte Qualität, silberbeschichtetlässt sich klein zusammenlegen

Wasserabweisend oder wasserdicht?

Die Begriffe werden im Handel durcheinandergeworfen, und der Unterschied entscheidet darüber, ob Ihr Projekt funktioniert:

  • Wasserabweisend heisst imprägniert: das Gewebe selbst bleibt offen, Wasser perlt zunächst ab, dringt bei anhaltendem Regen aber durch. Dafür atmet der Stoff, und die Imprägnierung lässt sich mit einem Spray auffrischen.
  • Wasserdicht heisst beschichtet oder laminiert: auf der Rückseite sitzt eine geschlossene Schicht aus Polyurethan oder PVC. Da kommt nichts durch – dafür atmet nichts, und unter einer dichten Plane bildet sich Kondenswasser.

Alle Stoffe in dieser Kategorie sind beschichtet, also wasserdicht. Für Kissen, die im Freien liegen, ist das richtig. Für eine Abdeckung, die monatelang über einem Möbel liegt, lassen Sie unten Luft – sonst schwitzt darunter, was Sie schützen wollten.

Was macht einen Stoff outdoortauglich?

  • Beschichtung auf der Rückseite – PU oder PVC, sie hält das Wasser.
  • UV-Beständigkeit – entscheidet, ob die Farbe nach zwei Sommern noch da ist. Ein Gartenkissen liegt in der prallsten Sonne des ganzen Grundstücks.
  • Polyester statt Baumwolle. Baumwolle saugt sich voll, trocknet langsam und schimmelt. Alle Stoffe hier sind 100 % Polyester.
  • Schimmelresistenz – wichtig überall dort, wo der Stoff feucht zusammengelegt wird.

Nähen von beschichteten Stoffen

Drei Regeln, und alle drei folgen aus derselben Sache – jeder Einstich ist ein Loch in der Beschichtung:

  • Gleich endgültig nähen. Eine aufgetrennte und neu gesetzte Naht bleibt an dieser Stelle dauerhaft undicht.
  • Stichlänge 3,5 bis 4 mm. Dichte Stiche perforieren die Bahn wie eine Briefmarke – gespannte Flächen reissen genau dort ein.
  • UV-beständiges Garn. Gewöhnliches Garn zerfällt in der Sonne schneller als der Stoff; die Naht gibt auf, während die Bahn noch tadellos ist. Der häufigste Grund, warum selbst genähte Sonnenschirme nach zwei Sommern aufgeben.

Statt zu stecken mit Klammern arbeiten oder mit Klebeband innerhalb der Nahtzugabe – Stecknadeln hinterlassen ebenfalls Löcher.

Pflege und Überwinterung

Mit klarem Wasser und weicher Bürste abwaschen, bei Bedarf milde Seife. Keine Lösungsmittel, kein Bleichmittel, keine Scheuermilch – alle drei greifen die Beschichtung an, und dieser Schaden lässt sich nicht rückgängig machen.

Vor dem Einlagern vollständig durchtrocknen lassen. Feucht zusammengelegte beschichtete Ware bekommt Stockflecken, die bleiben – das ist der häufigste Schaden an Outdoorstoffen und er entsteht nicht im Sommer, sondern im Keller.

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