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Markisenstoff

Markisenstoff als Meterware – beschichtetes Polyester in drei Gewichten, 150 bis 160 cm breit. Für Markisen, Sonnenschirme, Sonnensegel, Pavillons und Terrassendächer, zugeschnitten auf den laufenden Meter statt als fertige Bahn.

Acryl oder Polyester – der Unterschied, der den Preis macht

Markisenstoff kommt in zwei Familien, und wer sie nicht auseinanderhält, vergleicht Preise, die nicht vergleichbar sind:

Acryl, spinndüsengefärbtBeschichtetes Polyester
Farbeim Garn, vor dem Webenauf dem Gewebe
Lichtechtheitsehr hoch, viele Jahrehoch, aber begrenzt
Wasserimprägniert, atmungsaktivbeschichtet, wasserdicht
Preisein Vielfachesgünstig je Meter
Typisch fürfeste GelenkarmmarkiseSonnenschirm, Pavillon, Sonnensegel, Marktstand

Was Sie hier finden, ist die zweite Familie: 100 % Polyester mit Polyurethan-Beschichtung. Der Vorteil gegenüber Acryl ist, dass es wasserdicht statt nur wasserabweisend ist – Regen läuft ab, statt durchzuschlagen. Der Nachteil ist, dass es nicht atmet und unter Dauersonne über Jahre schneller nachlässt als spinndüsengefärbtes Acryl. Für einen Sonnenschirm, der alle paar Jahre neu bezogen wird, ist das der bessere Kompromiss; für eine feste Markise, die zwanzig Jahre halten soll, ist Acryl die richtige Wahl.

Welches Gewicht wofür?

StoffGewichtEinsatz
Leicht, silberbeschichtetleicht, 150 cmAbdeckungen, Hussen, Boots- und Autoplanen – lässt sich klein zusammenlegen
Segeltuch-Optik260 g/m², 160 cmSonnenschirme, Terrassenvorhänge, Pavillondächer
Schwer, wasserdicht280 g/m², 160 cmSonnenschirme, Sonnensegel, Marktstände, Bootsverdecke

Faustregel für gespannte Flächen: je grösser die Fläche, desto schwerer der Stoff. Leichte Ware flattert im Wind und beult unter Spannung aus; ab etwa 260 g/m² bleibt die Fläche ruhig. Umgekehrt lohnt sich schwere Ware nicht für eine Husse, die im Winter in den Keller wandert.

Wie viel Stoff für einen Sonnenschirm?

Für einen Standardschirm mit 3 m Durchmesser rechnen Sie 6 bis 9 m² Stoff – die Spanne ergibt sich aus der Zahl der Segmente und der Breite der Nahtzugaben. Bei 160 cm Bahnbreite sind das rund 4 bis 6 laufende Meter.

Messen Sie am besten ein altes Segment als Schnittmuster ab, statt aus dem Durchmesser zu rechnen: der Bezug sitzt nur dann straff, wenn die Segmente exakt der alten Form folgen, und ein zu grosszügig geschnittenes Segment schlägt später Falten. Zugabe an jeder Naht 1,5 bis 2 cm.

Nähen und Verarbeiten

  • UV-beständiges Garn verwenden. Normales Polyestergarn zerfällt in der Sonne schneller als der Stoff – die Naht reisst auf, während die Bahn noch tadellos ist. Das ist der häufigste Grund, warum ein selbst genähter Schirm nach zwei Sommern aufgibt.
  • Nicht auftrennen. Jeder Einstich durchdringt die Beschichtung. Eine aufgetrennte und neu gesetzte Naht ist an dieser Stelle dauerhaft undicht – also gleich endgültig nähen.
  • Lange Stiche. 3,5 bis 4 mm. Dichte Stiche perforieren die Bahn, und gespannte Flächen reissen genau dort ein.
  • Kanten versäubern oder säumen, auch wenn beschichtetes Polyester kaum ausfranst – unter Zug und Wind arbeitet die Schnittkante sonst auf.

Pflege

Mit klarem Wasser und weicher Bürste abwaschen, bei Bedarf mit milder Seife. Keine Lösungsmittel, kein Bleichmittel – beide greifen die Beschichtung an, und der Schaden ist irreversibel. Vor dem Einlagern vollständig trocknen lassen: feucht zusammengelegte Bahnen bekommen Stockflecken, die sich nicht mehr entfernen lassen.

Weitere wetterfeste Stoffe finden Sie unter Outdoorstoff Meterware und Oxford Stoff.

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