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Cordstoff

Cordstoff für Möbel ist nicht dasselbe wie der Cord aus der Bekleidung. Unser Möbelcord wiegt 380 g/m² und hält 100.000 Scheuertouren aus. Zur Einordnung: gängige Polstercorde liegen bei 35.000 Touren, Bekleidungscord aus Baumwolle deutlich darunter. Bahnbreite 140 cm, Verkauf nach laufendem Meter, zehn Farben.

Welcher Stoff ist Cord?

Cord ist ein Florgewebe mit Rippen. Beim Weben laufen zusätzliche Schussfäden mit, die anschliessend aufgeschnitten werden. Dadurch stellen sich die Fasern auf und bilden die typischen Längsrippen. Je nach Rippenbreite spricht man von Feincord oder Breitcord. Wer eine gleichmässig samtige Fläche ohne Rippen sucht, ist bei Chenillestoff besser aufgehoben.

Ist Cord aus Baumwolle?

Bekleidungscord meistens ja, Möbelcord in der Regel nicht. Baumwolle ist weich, verschleisst aber schneller und knittert. Für Polster wird deshalb überwiegend Polyester verwendet: es hält Scheuerbelastung aus, verliert die Farbe nicht und lässt sich einfacher reinigen. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Cord für die Hose und einem Cord für das Sofa.

Welches Material ist Cordsamt?

Cordsamt ist Cord mit besonders feiner Rippe, die Grenze zum Samt verschwimmt dabei. Optisch wirkt er ruhiger als Breitcord, technisch verhält er sich gleich. Wenn Ihnen markante Rippen zu präsent sind, ist Cordsamt oder Samtstoff die Alternative.

Welche Nachteile hat Cordstoff?

Drei, und man sollte sie vor dem Kauf kennen:

  • Strichrichtung: alle Zuschnitte müssen in dieselbe Richtung liegen. Wird ein Teil gedreht, wirkt es heller oder dunkler, obwohl es derselbe Stoff ist.
  • Staub in den Rippen: zwischen den Rippen setzt sich Staub ab. Absaugen in Rippenrichtung löst das, quer dazu arbeitet man dagegen.
  • Druckstellen: bei sehr breiter Rippe kann sich der Flor an Dauerbelastungspunkten legen. Bei 380 g/m² und dichter Ware ist das deutlich weniger ausgeprägt als bei leichtem Bekleidungscord.

Feincord oder Breitcord

  • Feincord: schmale Rippen, ruhige Optik, unempfindlicher gegen Abdrücke. Passt zu kleineren Möbeln und zu Räumen, in denen schon viel Struktur vorhanden ist.
  • Breitcord: markante Rippen, sehr präsent. Wirkt auf grossen Flächen wie Sofas und Kopfteilen am besten, auf einem kleinen Hocker schnell unruhig.

Technische Daten

Flächengewicht380 g/m²
Scheuerfestigkeit100.000 Touren (Martindale)
Bahnbreite140 cm
Verkaufseinheitlaufender Meter
EinsatzbereichWohnbereich und Objektbereich
Farben10

Zur Einordnung: ab 30.000 Touren gilt ein Stoff als wohntauglich, ab 50.000 als objekttauglich. Mit 100.000 Touren liegt dieser Cord im Bereich, der sonst für Gastronomie und Wartebereiche vorgesehen ist.

Wie viel Meter brauchen Sie?

Bei 140 cm Bahnbreite rechnen Sie für einen Sessel mit 3 bis 4 Metern, für ein Zweisitzer-Sofa mit 6 bis 8 Metern, für ein Kopfteil von 160 cm Breite mit rund 2 Metern. Wegen der Strichrichtung lässt sich Cord schlechter verschachteln als glatte Ware, planen Sie deshalb 15 Prozent Verschnitt statt der üblichen 10.

Cord auf Sofa, Sessel oder Kopfteil?

Die Rippe wirkt auf jeder Fläche anders, und das entscheidet oft mehr als die Farbe:

  • Sofa. Grosse zusammenhängende Flächen vertragen die Struktur gut – hier kommt Cord am besten zur Geltung. Achten Sie darauf, dass Sitzflächen und Rückenlehnen dieselbe Strichrichtung bekommen, sonst wirken sie unterschiedlich hell.
  • Sessel. Viele kleine Zuschnitte an Armlehnen und Rundungen bedeuten viele Richtungswechsel. Feincord verzeiht das, Breitcord nicht.
  • Kopfteil. Die dankbarste Fläche überhaupt: gross, gerade, senkrecht – die Rippe läuft von oben nach unten und es gibt kaum Verschnitt.
  • Esszimmerstuhl. Eher nicht. Auf einer Sitzfläche, auf der regelmässig etwas landet, ist eine glatte, abwischbare Oberfläche wie Kunstleder praktischer.

Cord auffrischen

Legt sich der Flor an einer Stelle, hilft eine weiche Bürste in Rippenrichtung, am besten bei leicht angefeuchteter Oberfläche – nicht nass, nur mit Sprühnebel. Der Flor richtet sich wieder auf, und der Unterschied ist nach dem Trocknen deutlich sichtbar. Gegen die Rippe zu bürsten verwirbelt die Fasern und macht es schlimmer.

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