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Liegestuhlstoff

Liegestuhlstoff als Meterware, gestreift, 235 g/m² und 160 cm breit. 100 % Polyester mit Polyurethan-Laminat auf der Rückseite: wasserdicht, UV-beständig und farbecht – die Streifen bleichen auch nach Sommern in der Sonne nicht aus.

Baumwolle oder beschichtetes Polyester?

Klassischer Liegestuhlstoff ist Baumwolle, und sie sieht am schönsten aus. Sie hat aber zwei Nachteile, die man im Garten sofort merkt: sie saugt sich voll und trocknet langsam, sodass der Stuhl nach einem Regenschauer stundenlang unbenutzbar bleibt, und sie bleicht in der Sonne aus.

Beschichtetes Polyester nimmt kein Wasser auf – abwischen und weitersitzen. Wer den Liegestuhl draussen stehen lässt, statt ihn nach jeder Nutzung wegzuräumen, fährt damit deutlich besser.

Wie viel Stoff brauchen Sie?

Für einen Standard-Liegestuhl rechnen Sie 1,2 bis 1,5 Meter Länge bei einer Bahnbreite von 45 bis 50 cm – aus der 160 cm breiten Bahn schneiden Sie also drei Sitzflächen nebeneinander heraus. Für drei Stühle genügt somit gut ein einziger Meter zuzüglich Saum.

Messen Sie den alten Bezug ab, bevor Sie ihn abnehmen, und notieren Sie sich, wie er an den Rundhölzern befestigt war – genagelt, geschraubt oder umgeschlagen und vernäht. Die Länge stimmt nur, wenn Sie die Umschläge mitrechnen; pro Ende 8 bis 10 cm.

Streifenrichtung beachten

Die Streifen laufen bei diesem Stoff in Bahnrichtung, also längs. Am Liegestuhl laufen sie damit automatisch in Sitzrichtung – das ist die klassische Optik. Wer Querstreifen möchte, schneidet quer zur Bahn und braucht dafür deutlich mehr Material, weil dann die Bahnbreite die Sitzlänge begrenzt.

Verarbeiten

  • Gleich endgültig nähen. Jeder Einstich durchdringt die Beschichtung – eine aufgetrennte Naht bleibt an dieser Stelle undicht. Zweimal messen, einmal nähen.
  • UV-beständiges Garn. Normales Garn zerfällt in der Sonne schneller als der Stoff und die Naht gibt zuerst nach.
  • Säume doppelt umschlagen. An den Befestigungsenden trägt der Saum die gesamte Last des Sitzenden – ein einfacher Umschlag reisst dort aus.
  • Straff, aber nicht stramm. Der Stoff dehnt sich unter Last leicht; wird er schon beim Aufziehen auf Zug gebracht, sitzt man später auf einem Brett.

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Liegestuhl neu bespannen – Schritt für Schritt

  1. Alten Bezug messen, bevor Sie ihn abnehmen. Länge und Breite notieren, und dazu fotografieren, wie er an den Rundhölzern befestigt war.
  2. Befestigung lösen. Meist sind es Nägel oder Schrauben in den Querhölzern; bei älteren Modellen ist der Stoff um das Holz geschlagen und vernäht.
  3. Zuschneiden mit 8 bis 10 cm Zugabe je Ende für den Umschlag plus seitlich 2 cm für den Saum.
  4. Säume nähen, seitlich einfach umgeschlagen, an den Befestigungsenden doppelt – dort trägt der Saum das ganze Gewicht.
  5. Befestigen und den Stoff dabei straff, aber nicht stramm ziehen. Er dehnt sich unter Last noch etwas.

Wie straff ist richtig?

Ein neu bespannter Liegestuhl soll sich beim Hinsetzen leicht durchhängen – das ist kein Fehler, sondern das, was ihn bequem macht. Wird der Stoff beim Aufziehen schon auf Zug gebracht, sitzt man später auf einer Fläche, die sich wie ein Brett anfühlt, und die Nähte an den Enden bekommen die volle Last ab.

Als Anhalt: bei ausgeklapptem Stuhl ohne Belastung darf die Bespannung in der Mitte etwa zwei bis drei Zentimeter nachgeben, wenn Sie mit der Hand darauf drücken.

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