Hundebett nähen

Hundebett nähen Schritt für Schritt

Hundebett nähen Schritt für Schritt ist sehr einfach und unkompliziert. Jede Person, die zuhause einen vierbeinigen Liebling hat, weiß dies ganz genau: Das Tier braucht seinen eigenen Erholungsraum. Ein separates Hundelager klingt also perfekt, oder? Eine solche Schlafstätte gibt dem Hund nämlich komfortables Wohlbefinden und spart unsere Zeit, die man gewöhnlicherweise dem Sofa- oder Sesselputzen widmen muss. Ein solches Hundelager lässt sich erfolgreich selbstständig zusammennähen und wird nicht nur für das Tier komfortabel sein, sondern auch Ihren Wohnraum harmonisch ergänzen. Indem man derartige Schlafstätte zusammennäht, hat man eine wirklich breite Möglichkeitspalette. Daher laden wir Sie ein, unsere einfache schrittweise Anleitung, wie man ein Hundelager schnell und problemlos ausführt, kennenzulernen.

Hundebett nähen. Warum ein Hundelager so wichtig ist

Sogar wenn Ihr Hund zuhause auf einem Sofa oder Bett schläft, wäre es schön, ihm eine extra Stätte vorzubereiten, die ihm allein gehören wird. Dies erhöht sein Sicherheitsgefühl und erspart dadurch eventuelle Verhaltensprobleme. Ein Hundebett kann auch eine große Erleichterung für uns sein, denn es ist sehr gut möglich, dass das Tier dann immer häufiger auf seiner eigenen Schlaf- und Ausruhestätte liegen wird. Und so wird der Hund Ihre Möbel in Ruhe lassen und sie weder mit Fell noch Sand beschmutzen. Dies erleichtert die Bewahrung der Hausordnung im hohen Grade, dazu bleibt auch der Überzugsstoff gesichert. Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass ein Hundelager auch als Verzierungselement Ihres Wohnraumes funktionieren kann, wenn man ein interessantes Stoff-Muster bzw. eine originelle Stoff-Farbe wählt. Indem man sich also für ein Hundelager entscheidet, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe.

Hundebettenmanufaktur zu Hause – Stoffeigenschaften

Allerdings sollte man bei der Wahl eines entsprechenden Stoffes für Hundelager nicht nur auf das Äußere achten. Ein solcher Stoff muss nämlich einige relevante Funktionen erfüllen. Am Wichtigsten ist ein krallenfester Stoff. Im Gegenfall kann die Lebensdauer des Hundelagers nur auf einen Tag begrenzt sein. Ein weiterer bedeutender Aspekt ist die Wasserfestigkeit des Stoffes. Das ist zwar keine obligatorische Bedingung, aber dadurch bleibt die Ruhestätte des Tieres sauber. Hunde kehren von Draußen oft mit nassen Füßen zurück – dank einem wasserfesten Stoff wird dies jedoch keinen negativen Einfluss auf die Lebensdauer des Lagers haben. Außerdem erleichtert das auch reguläres Putzen und Pflegen.

Es gibt einige Stoffarten, die sich als Hundelager perfekt erweisen. Mehr über diejenigen Stoffe, die sich für ein Haus mit Tieren eignen, können Sie in unserem Artikel Polsterbezug für Hunde und Katzen lesen. Diesmal haben wir uns entschieden, auf die stets zuverlässige Cordura zu setzen, die nicht nur wasserresistent und fest, sondern auch weich und fein genug ist, um sie mithilfe der Hausnähmaschine zu benähen. Das Tarnfarben-Muster bewirkt dagegen, dass kleinere Flecke und Verschmutzungen auf dem Stoff überhaupt nicht sichtbar sind. Selbstverständlich kann man das Hundelager ganz nach eigener Vision und Anleitung zusammennähen und dazu beliebiges Material benutzen. Für die vierbeinigen Hauslieblinge, deren Anforderungen besonders hoch sind, kann man z.B. ein Hundelager aus Minky-Stoff versuchen. Wenn Sie ein Hundebett nähen möchten, dann folgen Sie unseren Anweisungen:

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Hundebett nähen zu Hause. Schritt für Schritt

  1. Was man für ein Hundelager braucht:

    – wasserfester Baumwollstoff in Tarnfarben 50 cm x 100 cm
    – weicher Codura-Stoff 42 cm x 42 cm
    – weicher Codura-Stoff 20 cm x 6 cm
    – zur Füllung: Silikonkugel oder 4-5 Streifen Watteline 41 cm x 41 cm
    – Schere
    – Nagel
    – Faden
    – Kreide bzw. verschwindender Stift
    – Lineal
    – Nähmaschine
    Hundebett Kunststoff

  2. Vorbereitung

    Auf dem Stoff zwei Streifen 42 cm x 42 cm abmessen und danach abzeichnen
    Hundebett nähen

  3. Den Stoff für Hundelager ausschneiden

    Den vorbereiteten Stoff sorgsam abmessen.
    Hundebetten nähen

  4. Stoffkanten abrunden.

    Unser Hundelager wird abgerundete Kanten haben, daher sollte man seine Form mithilfe eines runden Schälchens (albo eines anderen ähnlichen Gegenstandes) abzeichnen.
    Stoff für Hundebett

  5. Abgerundte Kanten der Schlafstätte bereitstellen

    Einen kleinen Schnipsel an der Stoffkante abschneiden und mit Nähnadeln zusammenheften.
    Stoff für Hundekorb

  6. Hundelager-Umfang abmessen

    Sie Stelle markieren, ab der man anfängt, den Umfang des Lagers auszumessen, und es mithilfe von Messlöffel messen.
    Hundestoffe

  7. Schlafstätte-Streifen ausschneiden

    Einen Streifen ausschneiden, der dieselbe Länge wie der Umfang des Lagers hat und 15 cm breit ist.
    Hundebett nähen Anleitung

  8. Streifen an Stoff anstecken

    Den ausgeschnittenen Streifen mit Nähnadeln an den Oberschichtstoff anstecken.
    Welcher Stoff für Hundebett

  9. Stoff für Hundelager zusammenlegen

    Den Stoff an der Zusammennähen-Stelle des Streifens so hinlegen, dass unter der Maschine keine Gewebeanhäufung entsteht.
    Hundebett nähen Schritt für Schritt

  10. Stoff zusammennähen

    Den vorbereiteten Stoff mithilfe der Nähmaschine zusammennähen.
    Hunde-Bett nähen

  11. Stoffstreifen zum Handgriff ausschneiden

    Einen Stoffstreifen 20 cm x 6 cm ausschneiden. Dieser wird uns als Handgriff des Hundelagers dienen.
    Hunde Bett nähen Anleitung

  12. Streifen zum Handgriff des Hundelagers zusammenlegen

    Den abgeschnittenen Stoffstreifen so zusammenlegen, dass daraus ein Handgriff entsteht. Danach den Streifen mithilfe der Maschine rund herum beschneiden.
    Hundelager nähen

  13. Handgriff an Hundelager anstecken

    Den vorbereiteten Handgriff mit Nähnadeln an die Seite des Hundelagers anstecken. Mit Lineal abmessen, um den Handgriff in die Mitte zu platzieren.

    Hunde Bett

  14. Handgriff zusammennähen

    Den Streifen beiderseits mithilfe einer Festnaht (siehe Begriffserklärungen unten) zusammennähen.
    Hundebett selber nähen

  15. Unterseite des Hundelagers an Gesamtkonstruktion zusammennähen

    Die untere Seite des Lagers an den Rest anstecken und benähen. Eine 25 cm breite Öffnung für die Watteline lassen. Benutzt man statt Watteline eine Silikonkugel, dann kann die Öffnung ca. 10 cm breit sein.
    Hundebett nähen

  16. Stoff umstülpen

    Die Gesamtkonstruktion auf die rechte Seite umstülpen.
    Hundekorb nähen

  17. Füllung für Hundelager vorbereiten

    4-5 Watteline-Streifen 41 cm x 41 cm ausschneiden.
    Hunde-Bett nähen

  18. Watteline zusammennähen

    Watteline mit Nagel und Faden an einigen Stellen zusammennähen.
    Hundebett nähen

  19. Hundelager mit Watteline füllen

    Watteline ins Hundelager hineinlegen, das entstandene Loch mit der sog. „Zaubernaht” (siehe Begriffserklärungen unten) zunähen.
    Hundebett Füllung

  20. Hundebett zusammennähen

    Hundelager sorgfältig zunähen.
    Hundebett zusammennähen

  21. Endeffekt – Hundbett fertig

    Nun steht die Schlaf- und Ruhestätte für unseren Hund bereit. Damit haben wir das Lager für ein kleineres Tier ausgeführt. Brauchen Sie ein Lager für einen größeren Hund, so sind dieselben Anweisungen zu befolgen – mit dem einzigen Unterschied, dass man dabei mehr Stoff benutzen soll. Mithilfe unserer Anleitung kann man ein XXL-Hundebett zusammennähen. Allerdings dauert dies natürlich etwas länger.
    Hundebetten

Begriffserklärungen

  • Festnaht – eine quadrat- bzw. rechteckförmiges Benähen, bei der in der Mitte eine Art „X-Zeichen” genäht ist. Diese Naht benutzt man, um eine Stelle, die größeren Belastungen ausgesetzt ist, zu befestigen.
  • Zaubernaht – Nahtart, die dazu dient, zwei Stoffstreifen auf eine unsichtbare Art und Weise an der äußeren Seite des jeweiligen Gegenstands zusammenzunähen. Zaubernaht benutzt man am häufigsten beim Möbel-Auspolstern sowie zum Ausstopfen von Kissen, Matratzen und Spielwaren. Es besteht da nämlich keine Möglichkeit, den Stoff an der linken Seite zu benähen.